Einleitung
Ihr wollt euren eigenen Sonnenstrom vom Balkon erzeugen? Diese Seite begleitet euch durch alle sechs Schritte zum eigenen Balkonkraftwerk – von der Standortprüfung bis zur Anmeldung. Die gleiche Checkliste bekommt ihr auch gedruckt an unseren Infoständen mit.
Schritt 1: Ist Dein Balkon geeignet für ein Balkonkraftwerk?
Bevor es losgeht, lohnt ein kurzer Check: Bekommt euer Balkon oder eure Terrasse ausreichend Sonne ab? Gibt es eine Außensteckdose? Stehen keine Blumenkästen oder Markisen im Weg?
Zur Einschätzung des Ertrags helfen:
Als Richtwert: Eine 400-Watt-Anlage erzeugt in Potsdam im Jahr rund 400 kWh Strom – das deckt z. B. den Dauerbetrieb von Kühlschrank, Beleuchtung, Fernseher und Laptop weitgehend ab.
An unserem Infostand beraten wir euch dazu gern direkt anhand von Beispielbildern typischer Potsdamer Balkone.
Schritt 2: Kauf und Technik
Das Internet ist voll von guten Angeboten. Eine fundierte Suche ist sehr erfolgsversprechend.
Hier sind ein paar ausgewählte Links, unter denen man geeignete Steckersolargeräte zusammen mit allem notwendigen Material bestellen kann. Die Links stellen nur eine Auswahl dar und wir haben aus dem Einkauf bei keinem der Anbieter finanzielle Vorteile.
- Halterungen für Betonbrüstungen sind noch etwas seltener und schwieriger zu finden. hier gibt es ein paar Links
- Earth SunEnergy Halterung für Betonbalkone
- Halterung für Betonbalkone von Sonnenrepublik aus Berlin
- Pfäffle Halterungen
- Wattstone: Halterung und Video
- Flexmodule können bei beschränktem Platz für Halterungen und in großer Höhe eine gute Möglichkeit sein.
- Speicher: Sehr häufig wird zusammen mit dem Thema Balkonsolar auch nach Speicher gefragt. Hier ist noch viel Bewegung im Markt, weswegen nur eine erste grobe Einschätzung gemacht werden soll
- Speicher lohnt sich meist erst bei größerem Verbrauch: eine gute Übersicht ab wann sich Speicher lohnt, ist auf der Seite von balkon.solar oder bei einer Seite für Energieberatung
- für den hier angedachten Zweck eignen sich vor allem reine Speicher wie ein Growatt Noah 2000 oder Marstek 2500B
- Achtung: Inzwischen gibt es viele Speicher mit eingebauten Wechselrichter. Das sollte man beim Kauf beachten!
Schritt 3: Fördermittelantrag bei der Stadt Potsdam
Update: Die Förderung der Stadt Potsdam wurde am 18.9.2026 gestoppt, da der Fördertopf ausgeschöpft wurde.
Die Landeshauptstadt Potsdam fördert die Anschaffung eines Steckersolargerätes ab sofort in Höhe von 250,- €. Die Förderung kann nur noch bis zum 30. 10. 2026 beantragt werden!
Information der LHP zur FörderungStartseite zur FörderungAntrag zur FörderungFörderungsvoraussetzung ist eine Beratung z.B. bei der Verbraucherschutzzentrale -> Terminbuchung
Fragen zum Förderantrag?
Norbert Lange vom Klimaschutz-Förderprogramm unterstützt euch gerne: Telefon: +49 331 289 3019
Email: klimaschutzfoerderprogramm@rathaus.potsdam.de
Schritt 4: Kommunikation mit dem Vermieter/ Rechtliches
Vor dem Aufbau benötigst du eine gültige Haftpflichtversicherung. Außerdem musst Du Deinen Vermieter um Zustimmung bitten.
Achtung: Balkonkraftwerke sind im Mietrecht privilegiert, die Zustimmung vom Vermieter kann nur aus wichtigen Gründen verwehrt werden.
Hier ein Musteranschreiben an den Vermieter, dass Du als Vorlage verwenden kannst:
Wenn es zu Unklarheiten mit dem Vermieter kommt, kann Dich der Solarverein beraten -> schreib uns: beratung@solarverein-potsdam.de
Schritt 5: Aufbau
Plane den Aufbau nicht allein, sondern immer mit mindestens 2 Personen. In großen Höhen evtl. auch 3-4 Personen. Die Halterungen in den gängigen Onlinshops sind aber sehr ausgereift und stabil.
Schritt 6: Anmeldung
Nach der Inbetriebnahme musst Du Deine Anlage im Marktstammdatenregister online anmelden, damit der Netzbetreiber das Stromnetz in Deiner Region zuverlässig planen und sicher betreiben kann. Dafür müssen die Stromnetzbetreiber wissen, wie viel Strom von Solaranlagen ins Netz eingespeist werden kann. -> direkt Steckersolaranlage anmelden
Hast Du Fragen zur Technik, zur Anbringung oder zur Kommunikation mit dem Vermieter?
Schreib uns, wir helfen Dir gerne weiter! -> beratung@solarverein-potsdam.de